Mit der Mola Technik nähen

Die Mola ist ein traditionelles Nähkunstwerk der Kuna-Indianer. Es handelt sich um ein in Handarbeit genähtes rechteckiges Motivbild, das häufig mit anderen Mola-Bildern zu einer Decke oder einem großen Kunstbild verbunden wird. Kuna-Frauen nähen die Molas auch auf die Vorder- und Rückseite ihrer Blusen. Hier erfahren Sie, wie Molas angefertigt werden.

Die Merkmale der Mola-Nähkunst

Das wichtigste Kennzeichnen der Mola sind ihre bunten Farben. Bei diesem Nähkunstwerk werden verschieden farbige Stoffe, die häufig auch unterschiedlich gemustert sind, in verschiedenen Formen und Größen übereinander genäht. Umso höherwertiger Molas sind, desto mehr Stoffe wurden verarbeitet. Lassen Sie beim Einkaufen der Stoffe also Ihrer Phantasie freien Lauf. Achten Sie nur darauf, dass die verschiedenen Farben auch miteinander harmonieren, damit das Resultat nicht farbenblind macht.

Anleitung zum Nähen eines Mola-Kissens

Da die traditionellen Molas quadratische Bilder darstellen, sollten Sie rechteckige Kissen zum Nähen verwenden. Außerdem benötigen Sie unterschiedliche Stoffreste, eine Nadel, einen Faden und Stecknadeln. Überlegen Sie sich ein bestimmtes Motiv, das später mit Hilfe der verschiedenen Stoffe auf das Kissen übertragen wird. Auf dem Portal des Landtages NRW stellt eine Wahlpflichtklasse „Textile Hauswirtschaft“ selbst gestaltete Mola-Kissen vor. Von diesen Kissen können Sie sich inspirieren lassen.  Zum Beispiel können Sie zwei Quadrate aus verschieden farbigen Stoffen ausschneiden und diese quer übereinander auf das Kissen stecken. In den Ecken können Sie Blätter mit Stecknadeln anheften, die Sie zuvor aus einem bunten Stoff geschnitten haben. Nachdem Sie Ihr Wunschmuster auf das Kissen geheftet haben, können Sie die einzelnen Stoffteile an das Kissen nähen. Welchen Nähstich Sie dabei verwenden, spielt keine Rolle. Sie sollten allerdings zuerst die untersten Stoffschichten annähen.

Bild: Johantheghost CC-BY-SA 3.0