Von der Baumwollpflanze zur Kleidung

Mit einem Mengenanteil von etwa 75 Prozent ist Baumwolle die mit Abstand am häufigsten eingesetzte Naturfaser für Heim- und Bekleidungstextilien. Werden Chemiefasern in der Statistik ebenfalls beachtet, kommt die Baumwolle immer noch auf einen Anteil von 33 Prozent der weltweiten Produktion von Textilfasern. Dieser Artikel beschäftigt sich damit, wie Baumwolle zu Kleidung verarbeitet wird. Außerdem werden die Vor- und Nachteile von Baumwollbekleidung aufgezeigt.

Anbaugebiete der Baumwollpflanze

Der wissenschaftliche Name der Baumwollpflanze ist „Gossypium“. Sie ist eine Pflanzgattung aus der Familie der Malvengewächse, die wissenschaftlich als „Malvaceae“ bezeichnet werden. Es gibt ungefähr 50 Arten, die vorwiegend in den Tropen beheimatet sind. Aber auch hier in Deutschland gibt es Baumwollpflanzen. So hat das baden-württembergische Landesamt für Umwelt auf seiner Florenliste über die in Baden-Württemberg vorkommenden Pflanzenarten die Baumwollplanze „Gossypium Linnaeus 1753“ stehen.

Wie Baumwolle zur Kleidung verarbeitet wird

Zur Verarbeitung von Textilen werden die Samenhaare der Baumwollpflanze benutzt. Die einzelnen Fasern sind 15 bis 55 Millimeter lang und nur 12 bis 35 Mikrometer breit. Für die Verarbeitung zu Textilien werden Wachs-, Eiweiß- und andere Pflanzenteile aus der Baumwollfaser entfernt. Übrig bleibt ein Polymer aus Cellulose. Die besondere Anordnung der Cellulose gibt der Baumwolle eine hohe Reißfestigkeit. Jede Faser besteht aus 20 bis 30 Lagen Cellulose in einer gedrehten Struktur. Diese dünnen Fasern werden anschließend zu Stoffen gesponnen. Heutzutage geschieht dies meist maschinell.

Vor- und Nachteile von Baumwollkleidung

Ein Nachteil von Baumwollkleidung ist, dass es schnell einlaufen kann. Kleidung aus Baumwolle gehört deshalb nicht in den Trockner. Zudem trocknet Baumwolle nur sehr langsam. Denn verglichen mit Kunstfasern ist Baumwolle sehr saugfähig und kann bis zu 65 Prozent ihres Gewichtes an Wasser aufnehmen. Ein Vorteil ist, dass Baumwolle sehr dehnfähig und deshalb auch sehr reißfest ist.