Paten: Die Ansprechpartner für Glaubensfragen

Viele werden beim Lesen dieser Überschrift etwas verwundert schauen und sich fragen, warum ausgerechnet die Paten als Ansprechpartner für Glaubensfragen angesehen werden. Im Laufe der Zeit hat sich das Rollenbild des Paten stark verändert und unterliegt weiterhin einem Wandel. Wir möchten die ursprünglichen Aufgaben eines Paten wieder ins Gedächtnis der Gläubigen rufen.

Die ursprünglichen Aufgaben des Taufpaten

Heutzutage freuen sich Kinder über den Besuch der Patentante oder des Patenonkels, da dieser meist Geschenke oder Süßigkeiten mitbringt. Viele Paten legen auch ein Sparbuch für ihre Patenkinder an, um diese finanziell abzusichern. Diese Gesten sind sicherlich nett gemeint, verfehlen aber den eigentlichen Sinn einer Patenschaft. Taufpaten sollen nämlich die menschliche und vor allem religiöse Entwicklung ihres Patenkindes begleiten. Daher sind sie Ansprechpartner in Glaubensfragen und auch Botschafter der Religion. Zudem stellen sie eine Unterstützung für die Eltern dar, wenn diese Probleme mit der Erziehung haben. Früher übernahm der Taufpate auch die Vormundschaft für ein Kind, dessen Eltern verstorben waren. Dies muss aber in der heutigen Zeit durch ein Testament abgesichert werden.

Voraussetzungen für eine Patenschaft

Um eine Patenschaft zu übernehmen, muss man einige Voraussetzungen erfüllen. Diese hängen auch wieder von der Konfession ab. Grundsätzlich gilt, dass die Paten sich für die Übernahme der Patenschaft bereit erklären müssen. In der katholischen Kirche können nur Katholiken, die gefirmt sind und das 16. Lebensjahr vollendet haben, eine Patenschaft übernehmen. In der evangelischen Kirche können hingegen Angehörige einer christlichen Religion Paten werden. Protestanten müssen dafür aber konfirmiert sein. Bei einem Kirchenaustritt wird die Patenschaft aufgehoben.

Bild: panthermedia.net Horst Hellwig