Produktionsstop des Münch Mammut Motorrads von Friedel Münch

1967 gründete Friedel Münch die unter Motorradliebhabern populäre Münch Firma. Münch war eine kleine Firma, die sehr aufwändige Motorräder herstellte. Die Firma stellte zudem sehr viele Einzelstücke her. Die Münch Motorräder sind Liebhaberstücke, die nicht selten um die 50.000 Euro kosten. Drei Jahrzehnte lang hatte die Firma einen großen Erfolg bis sie mit der Motorradserie Münch Mammut in die Pleite fuhr.

Ein Kraftpaket auf zwei Rädern

1997 brachte die Firma Münch ein komplett neues Motorrad auf den Markt: Das Münch Mammut 2000. Das Münch Mammut war zu dieser Zeit das leistungsstärkste Serienmotorrad der Welt. Es besteht aus einem Vierzylindermotor mit zwei Litern Hubraum. Das Motorrad ist 260 PS stark. Zudem stellte das maximale Drehmoment von 290 Newtonmetern selbst viele Autos in den Schatten.

Wie das Münch Mammut die Firma in den Konkurs stütze

Motorradliebhaber waren vom Münch Mammut begeistern und sind es auch noch heute. Die Produktion löste ein großes Interesse und Staunen aus. So wurde die Homepage der Firma Münch nachdem das neue Motorrad auf dem Markt kam mehr als 22 Millionen Mal angeklickt. Doch die kraftvolle Motorradserie scheiterte an einem wirtschaftlichen Problem. Das Luxusmotorrad kostete 86.000 Euro. Viele Motorradfans bewunderten das neue Fahrzeug, doch sie waren nicht bereit solch einen hohen Preis zu bezahlen. Nach dem ursprünglichen Plan sollten 250 Motorräder hergestellt werden. Nach dem Bau von 15 Münch Mammuts musste die Firma die Produktion aufgrund der geringen Kaufnachfrage einstellen. Die Firma ging in die Insolvenz. Trotz dieser Pleite wird das Münch Mammut auch heute noch von vielen Bikerfans gefeiert. So kam im Jahr 2010 der Kinofilm „Mammuth“ heraus. In diesem Film begibt sich der Schauspieler Gérard Depardieu auf eine Vergangenheitsreise auf einem Münch Mammut Motorrad.

Bild: Stahlkocher CC-BY-SA 3.0